Vom Eingang aus wenden wir uns nach rechts und kommen in den
Raum "Vor- und Frühgeschichte".
Hier belegen Bodenfunde eindrucksvoll, dass das Dreieichgebiet seit vorgeschichtlicher Zeit besiedelt ist. Wer die Nachbildung eines Faustkeils einmal in der Hand gehabt hat, kann sich besser vorstellen, wie durchdacht und handlich dieses Werkzeug ist.
Eine dreidimensionale Zeitachse verdeutlicht die
kulturelle Entwicklungsgeschichte des Menschen mit den für die
verschiedenen Epochen typischen Material-, Objekt- und Formenbeispielen.
Hier kann man nebenbei verfolgen, wie kurz die Spanne der Neuzeit im
Vergleich zur gesamten Menschheitsgeschichte ist und wie sich die
Entwicklung fortwährend beschleunigt.
Zeichnungen zum Gebrauch der Steinwerkzeuge, zur damaligen Mode und den Bestattungsbräuchen unserer Vorfahren vervollständigen das Bild dieser Zeit.
Wer möchte kann auf steinzeitliche Art ein Loch in einen Stein bohren um
einen Holzstiel anzubringen, Mehl aus Weizenkörnern auf einem Reibstein
mahlen oder auf einem einfachen Hochwebstuhl weben.
In einer weiteren Vitrine belegen Schalen aus terra sigilata und andere Bodenfunde, wie Dachziegel und Glasgefäße, dass die Römer auch im Kreis Offenbach siedelten.
Anschließend an diesen Raum befindet sich
Raum 2 "Mittelalter".
Eine breite Fläche nimmt die Darstellung des
Mittelalters ein, zentrales Thema ist hier die Geschichte der Burg und
ihrer Bewohner, die bis ins 9. Jahrhundert zurückreicht. Die
einstige Größe der Burg Hayn wird anschaulich an einem großen Modell,
das die Burg um 1550 zeigt, dargestellt.
Ritter Philipp VI. von Falkenstein - Anna´s Bruder -
begrüßt Sie in Kettenhemd, Brustwehr, Beinzeug, Schild mit Wappen der
Herren von Falkenstein und einer Lanze. Die neueste Errungenschaft ist
ein Helm mit einer Helmzier (links neben dem Ritter zu sehen). Außerdem
können Kinder das kleine Kettenhemd anziehen (rechts daneben).
Unser Rundgang führt uns nun wieder durch den Eingangsbereich und dort gehen wir die Treppe hinauf ins Obergeschoss. Im Obergeschoß des Dreieich-Museums sehen Sie u.a.
Raumgruppe
3 "Vom Flachsanbau bis zum fertigen Kleidungsstück".
Rundgang
nach links:
Scheune
Im rechten Bereich des ersten Raumes sehen wir "auf dem
Feld" den Bauern an der Breche, Flachsgarben und erhalten Einblick in
die Konstruktion eines Fachwerkgefaches. An einer weiteren Wand ist die
Fachwerkkonstruktion "Wilder Mann" zu sehen und weitere Geräte zur
Flachsverarbeitung.
Unser Rundgang führt uns weiter nach links, die
Thematik der Flachsverarbeitung ist fortlaufend auf der rechten Seite
dargestellt. Bauernküche
Es ist die Küche eines begüterten Bauern mit offener Feuerstelle, Messing- und Kupfergerät, Keramik und Mobiliar aus der Zeit um 1800. Butterfaß, Latwergerührer und Wasserkessel über dem Herdfeuer deuten die Mühsal früherer Zeiten an.
Die Wände sind mit einem groben Leinenlappen der in Farbe getaucht und dann über die Wand "gewickel" wurde, blau auf weißem Untergrund, angelegt.
Unser Rundgang führt jetzt in das Untergeschoss
Wenn
wir die Treppe herunter kommen, stoßen wir auf ein
großes Wandgemälde: hier ist in mehreren Abschnitten Bauen, Wohnen und
Leben im Mittelalter dargestellt.